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Wie du deinen Kopf überlisten kannst, um in einer kritischen Gesprächssituation souverän zu bleiben.

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Deine Nervosität wird geringer, wenn du deinen Fokus von dir weg auf andere lenkst. Zum Beispiel, wenn du nervös und voller Sorge bist etwas falsch zu machen. Anstatt darüber zu brüten wie und warum etwas schiefgehen könnte, befasse dich mit deinem Gegenüber. Was benötigt dieses und was würde ihm helfen? Sage dir selbstbewusst, dass du nicht gefragt oder um deinen Beitrag gebeten werden würdest, wenn man dich nicht für kompetent halten würde.

Sich den gewünschten Ausgang oder das bevorzugte Ergebnis vorzustellen, hilft deinem Verstand ganz darauf ausgerichtet zu sein. Wenn in deinem Kopf die Dinge kreisen, die auf gar keinen Fall passieren sollen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass genau das geschieht. Stell dir daher lieber vor, wie begeistert dein Gegenüber reagiert, wie hilfreich dein Input ist oder wie dankbar man dir sein wird. Das macht dich gelassener und zuversichtlicher.

Höre auf Perfektion anzustreben, sondern akzeptiere gut genug. Es gibt keine Perfektion, daher wird es dich absolut stressen, wenn du versuchst diese zu erreichen. Im Gegenteil, sobald du aufhörst, perfekt sein zu wollen, wirst du sogar von deinem Gegenüber als zugänglicher und liebenswerter empfunden.

Lass die richtige innere Stimme sprechen. Wenn du auf den inneren Kritiker hörst, lässt du dich womöglich von einer ängstlichen inneren Seite leiten, die zwar schützen will, oft jedoch das Gegenteil erreicht. Versuche den tapferen Mutmacher vom ängstlichen Kritiker zu trennen. Kannst du dich an jemanden erinnern, der dir in der Vergangenheit geholfen hat? Den du als Mentor, Freund oder Vorbild siehst? Wie haben diese Menschen mit dir gesprochen? Du selbst hast sicher auch schon anderen Menschen geholfen. Wie bist du auf diese eingegangen? Genauso kannst du es mit dir selbst machen.

Selbstvertrauen hat man nicht einfach. Um es in dir zu stärken und zu festigen helfen Rituale. So kannst du dafür sorgen immer tipptopp auszusehen. Dein Äußeres stärkt dein Inneres. Reflektiere dich selbst regelmäßig: Stellst du dich in Frage? Zweifelst du an deiner Kompetenz? Warum? Womöglich hilft auch gut vorbereitet zu sein. Vielleicht hilft dir Meditation. Finde heraus, was für dich am besten funktioniert.

Werde dir deiner Sache sicher. Wenn du dich auf etwas berufst, was nicht wirklich von dir kommt, wirst du schnell unsicher werden, wenn man es hinterfragt. Auswendiglernen hat mich noch nie überzeugt. Wenn du dagegen über etwas sprichst, womit du dich hinreichend auseinandergesetzt hast, wovon du wirklich etwas verstehst, was dich womöglich sogar begeistert, brauchst du dich vor Überraschungen im Gespräch nicht zu fürchten.

Halte Augenkontakt aber wohldosiert. Wenn du gar nicht oder nur kurz hin- und dann wieder wegschaust, wirkt das ängstlich und nervös. Wenn du den anderen allerdings zu lange anschaust, verunsichert ihn das womöglich. Finde ein gutes Gleichgewicht beim Anschauen, wenn du mit jemandem sprichst. So, dass jemand spürt, dass du wirklich interessiert bist, dich aber nicht über andere stellst oder verborgene Motive haben könntest.

Du weißt nie sicher, was im anderen vorgeht. Wenn Menschen in sich gekehrt wirken oder einen unfreundlichen Gesichtsausdruck haben, tendieren wir dazu dies als Desinteresse oder Abwehr zu interpretieren. Auch wenn es Techniken und Methoden gibt, die helfen zu analysieren, was beim anderen gerade vorgeht, sie münden bestenfalls in vage Annahmen. Und wenn es ohnehin nur Annahmen sind, warum nicht besser etwas zu deinen Gunsten annehmen?