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In die Falle getappt …

Jemand erzählt mir, dass er Begeisterung in seinem Leben vermisst. Wie er in der Früh aus dem Haus zu schleichen versucht, um ein paar Minuten für sich alleine haben zu können. Wie er abends abgekämpft nach Hause kommt, um gleich wieder von der Familie überfallen zu werden. Und fragt sich, wie andere das machen.

Promt tappe ich in die Falle und erzähle von den Dingen in meinem Leben die mich begeistern: Ein besonders schöner Lichteinfall in den Bäumen am frühen morgen, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, die erste Tasse Kaffee mit Milchschaum, der Ausdruck auf dem Gesicht meines Enkels, wenn er mich entdeckt beim Abholen vom Kindergarten oder wenn er im Garten die erste reife Himbeere findet, …

Ist ja schön, aber so ticke ich nicht, bekomme ich zur Antwort.

Besser wäre es gewesen nachzufragen: Wie fühlt sich begeistert sein für dich an? Wann warst du das letzte Mal begeistert? Was genau geschah da und wie kam es dazu? Welche anderen Worte findest du, die du mit Begeisterung assoziierst? Wenn du dich so aus dem Haus schleichst, wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit ein begeistert zu werden?