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Artikel zu ‘Umgang mit Ärger’


Neugier statt Ärger

Wenn wir uns ärgern, drehen wir oft Schleifen bezüglich der Vorstellung, wie die Situation jetzt zu sein hätte:

Wir stehen in der Kassenschlange oder im Stau und denken pausenlos ungeduldig darüber nach, wann es endlich weiter geht.
Wir warten auf jemanden, der sich verspätet hat und fragen uns immer wieder unentwegt, wann dieser denn endlich erscheint.
Wir finden die Küche unordentlich vor und brüten dauernd darüber, wie wir unsere Familie endlich dazu bringen, Ordnung zu halten.

Selten führen diese Gedanken jedoch zu einer postiven Veränderung der Situation. Ein möglicher Ausweg? Neugier!

Machen Sie sich neugierig auf den Weg der Situation eine andere Seite abzugewinnen:
Wie kann ich die gewonnene Zeit sinnvoll für mich nutzen?
Was mag wohl in die Quere gekommen sein?
Was hindert die Anderen, einen Beitrag zu leisten?
Was wäre mir denn jetzt am liebsten? Und was wäre mir noch lieber, als das erste, das mir eingefallen ist?

Es gibt sicher noch zahlreiche andere Fragen, die man sich stellen kann. Wenn ich neugierig auf Dinge schaue, die geschehen, anstatt mich einfach nur darüber zu ärgern, gewinne ich meistens auch Handlungsspielraum. Ich brauche mich nicht der Situation ohnmächtig ausliefern. Ich kann mit meinen Mitmenschen in einen anderen Dialog gehen. Durch neu gewonnene Erkenntnisse kann ich sowohl anders agieren und wie auch reagieren.